KIG-Einstufung selbst nachvollziehen
KIG-Checker: zahlt die Kasse die Zahnspange?
Kreuzen Sie an, was zutrifft. Der Checker rechnet nach dem amtlichen Schema des Gemeinsamen Bundesausschusses und zeigt, welcher KIG-Grad daraus folgt und ob dieser Grad Kassenleistung bedeutet. Ihre Angaben bleiben in Ihrem Browser.
Zahlt die Kasse die Zahnspange?
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt ab Schweregrad 3. Kreuzen Sie an, was Sie bei Ihrem Kind sehen — millimetergenau muss es nicht sein.
Wie der Checker rechnet
Grundlage ist Anlage 1 der Kieferorthopädie-Richtlinien: 11 Befundgruppen, jede mit eigenen Schwellenwerten. Der Checker bildet dieses Raster ab, mehr nicht. Er gewichtet nichts, schätzt nichts und zieht keine eigenen Schlüsse.
Zwei Regeln bestimmen das Ergebnis. Erstens: Es zählt der schwerste Einzelbefund. Wer in einer Gruppe Grad 4 erreicht, ist Kassenfall — auch wenn alles andere bei Grad 1 liegt. Zweitens: Ab Grad 3 zahlt die gesetzliche Krankenkasse die Behandlung für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, zunächst zu 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent nach erfolgreichem Abschluss zurück. Bei mehreren Kindern gleichzeitig in Behandlung sinkt der vorzustreckende Eigenanteil auf 10 Prozent.
Welcher Befund zu welchem Grad führt, steht vollständig in der KIG-Tabelle. Checker und Tabelle lesen dieselben Werte aus derselben Datei — sie können nicht auseinanderlaufen.
Was der Checker nicht kann
Er kann nicht messen. Genau daran hängt aber fast jede Einstufung: Ob die oberen Schneidezähne 5 oder 7 Millimeter vorstehen, entscheidet zwischen Privatleistung und Kassenleistung. Millimeter, die zu Hause geschätzt werden, weichen von der Messung in der Praxis regelmäßig ab — in beide Richtungen.
Er kennt außerdem den Zeitpunkt nicht. Die verbindliche Einstufung erfolgt im späten Wechselgebiss — es beginnt, wenn neben den Schneidezähnen und den ersten großen Backenzähnen weitere bleibende Zähne durchbrechen, meist um das zehnte Lebensjahr — und noch einmal unmittelbar vor Behandlungsbeginn. Ein Ergebnis, das Sie heute an einem Achtjährigen ermitteln, sagt über die spätere amtliche Einstufung wenig aus.
Und er gilt für die Regelbehandlung von Kindern und Jugendlichen. Für Frühbehandlungen und für Erwachsene gelten eigene Regeln, die in der KIG-Tabelle kurz erklärt sind.
Was der Checker leistet, ist etwas anderes: Er macht nachvollziehbar, worüber in der Praxis entschieden wird. Wer mit einer Vorstellung davon in das Gespräch geht, welche Befundgruppe im eigenen Fall relevant ist und wo die Schwelle liegt, kann gezielter fragen — und eine Einstufung nachvollziehen, statt sie hinzunehmen.
Fachliche Prüfung
Die Inhalte dieser Seite wurden fachlich geprüft von Dr. Metin Yildiz, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, rheinBISS Kieferorthopädie.
Quellen und Stand
- Zuletzt geprüft
- 29.08.2026
- Fachlich geprüft von
- Dr. Metin Yildiz, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, rheinBISS Kieferorthopädie
- Grundlage
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- Kieferorthopädie-Richtlinien, Anlage 1: Kieferorthopädische Indikationsgruppen Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) — Amtliches Einstufungsschema. Grundlage aller Grade und Millimeterwerte in diesem Rechner.
- Kieferorthopädie-Richtlinien, Anlage 2: Kriterien zur Anwendung der KIG Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) — Regelt, wie und wann gemessen wird — unter anderem die Einstufung im späten Wechselgebiss.
- Kieferorthopädie-Richtlinien (Gesamtfassung) Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) — Befunderhebung, Diagnostik und Behandlungsplanung.
Diese Seite gibt eine Orientierung, keine Diagnose. Die verbindliche Einstufung und jede Aussage über die Kostenübernahme im Einzelfall trifft allein eine kieferorthopädische Praxis zusammen mit Ihrer Krankenkasse.